Regeln zum nächtlichen Heizen, wenn es draußen kalt ist

Mit den aktuellen Schnee- und Glatteiswarnungen im Vereinigten Königreich, insbesondere in Regionen wie Merseyside, stellt sich die Frage, wie man sein Zuhause warmhält, ohne unnötig hohe Heizkosten zu verursachen oder die Gesundheit zu gefährden. Hier sind einige wichtige Empfehlungen.
Welche Raumtemperatur die Gesundheit schützt
Experten und das Met Office (die britische Wetterbehörde) raten dazu, bei Frostwetter die Mindesttemperatur in Wohnräumen nicht unter 18 °C fallen zu lassen. Das gilt besonders für Menschen über 65 Jahre oder mit Vorerkrankungen. Kalte Luft kann das Risiko von Herzinfarkten und Atemwegserkrankungen erhöhen, deswegen ist es sinnvoll, diese Temperatur auch über Nacht beizubehalten.
So schützt du Rohre vor Frostschäden
Eine praktische Empfehlung ist, die Heizung über Nacht auf einer niedrigen Stufe laufen zu lassen. Bei unter 0 °C kann das Wasser in den Rohren gefrieren und die Rohre zum Platzen bringen, was zu erheblichen Wasserschäden und teuren Reparaturen führen kann. Moderne Thermostate haben oft eine Frostschutz-Einstellung (meist mit einem Schneeflockensymbol), die die Temperatur auf mindestens 7 °C hält, um das zu verhindern.
Energie sparen und Kosten im Blick behalten
Es wird empfohlen, die Temperatur nachts auf 15 bis 17 °C zu senken statt die Heizung komplett auszuschalten. Ein völlig ausgekühltes Haus morgens wieder aufzuwärmen verbraucht oft mehr Energie und führt zu höheren Kosten. Deshalb ist es effizienter, die Temperatur konstant auf einem niedrigen Niveau zu halten.
Temperatur im Schlafzimmer individuell regeln
Erwachsene schlafen in kühleren Räumen oft besser. Eine Schlafzimmertemperatur von etwa 18 °C gilt als ideal. Thermostatische Heizkörperventile helfen dabei, die Temperatur in einzelnen Räumen gezielt zu regeln und so für eine angenehme Schlafumgebung zu sorgen.
Mehr Wärme für Babys und Risikogruppen
Organisationen wie der Lullaby Trust empfehlen, die Zimmertemperatur für Babys zwischen 16 °C und 20 °C zu halten. Eltern sollten Raumthermometer oder Baby-Monitore nutzen, um sicherzugehen, dass diese Werte eingehalten werden. Das ist wichtig, weil Säuglinge empfindlicher auf Temperaturschwankungen reagieren.
Ältere, schlecht isolierte Häuser: worauf achten
In älteren, schlecht isolierten Gebäuden ist die Gefahr höher, dass Rohre einfrieren. Bewohner solcher Häuser sollten besonders aufmerksam sein und die Heizung auch bei Abwesenheit konstant niedrig laufen lassen, um Wärmeverluste zu reduzieren.
Wartung und vorbeugende Maßnahmen
Damit die Heizung effizient arbeitet und Energie gespart wird, empfiehlt es sich, Vorhänge bei Einbruch der Dämmerung zu schließen und darauf zu achten, dass Fenster geschlossen sind. Die Aluminiumfolie hinter Heizkörpern kann den Wärmeverlust um bis zu 10 % reduzieren und die Raumtemperatur um 1–2 °C erhöhen. Die Isolierung externer Rohre und die regelmäßige Wartung des Boilers sind weitere sinnvolle Maßnahmen, um häufige Winterprobleme zu vermeiden und Wärme im Haus zu halten.
Nützliche Geräte und Hilfsmittel
Zur Einhaltung der empfohlenen Temperaturen sind verschiedene Geräte praktisch: Thermostate mit Schneeflockensymbol, thermostatische Heizkörperventile, Raumthermometer, Baby-Monitore und externe Rohrisolierungsmaterialien.
Die hier vorgestellten Empfehlungen helfen dabei, während extremer Kälte ein sicheres und komfortables Wohnumfeld zu behalten und gleichzeitig Energie sowie Kosten zu sparen. Durch die Umsetzung dieser Hinweise können Leser ihre Gesundheit und ihr Eigentum schützen und ihren Energieverbrauch optimieren.