Die steinerne Mauer von früher
Die Entdeckung der Steinmauer vor der Île de Sein wirft spannende Fragen zu den neolithischen Erbauern auf. Die Mauer ist 120 Meter lang und 20 Meter breit. Sie ragt 2 Meter über den Meeresboden und enthält 62 vertikale Monolithe aus Granit, die bis zu 1,70 Meter hoch sind. Zur Zeit ihres Baus lag der Meeresspiegel 7 Meter niedriger, und die Île de Sein war 14-mal größer als heute. Das spricht für beachtliche Ingenieurskunst und ein gutes geografisches Wissen der Menschen jener Zeit.
Über die Funktion der Struktur wird viel spekuliert: Eine Theorie sieht die Mauer als Damm oder Deich zum Schutz von Siedlungen vor Stürmen. Eine andere vermutet ein Stauwerk, mit dem Fische bei Ebbe eingefangen wurden. France 3 Bretagne berichtet über den Fund, der im International Journal of Nautical Archaeology veröffentlicht wurde. Weitere Studien sind nötig, um die genaue Funktion zu klären.
Das Rätsel um die Farben des Diplodocus
Das Bild von Sauropoden, vor allem vom Diplodocus, ändert sich durch eine neue Studie. Üblich waren Darstellungen in Grau oder Braun, doch Schuppenfossilien junger Sauropoden in außergewöhnlich gutem Erhaltungszustand geben erstmals Hinweise auf ihre Pigmentierung. Diese Fossilien enthalten Melanosomen, winzige Strukturen, die Pigmente speichern, und ihre Form weist auf eine Vielfalt von Farben hin.
Einige Melanosomen sind langgestreckt, andere abgeflacht — ähnlich wie die, die bei Vögeln irisierende Farben erzeugen. Forscher vermuten daher, dass junge Diplodocus keine einheitliche Färbung hatten, sondern vielleicht Flecken oder Streifen. Die Ergebnisse wurden von der Royal Society veröffentlicht und erweitern unser Bild dieser prähistorischen Giganten, auch wenn die genauen Farben der Melanosomen noch unbekannt bleiben.
Neue Wege, Wale zu untersuchen
Parallel zu den archäologischen und paläontologischen Funden haben Wissenschaftler neue Methoden entwickelt, um die Gesundheit von Walen ohne Störung zu überwachen. Britische und norwegische Forscher nutzen Drohnen, um Proben der Ausatemwolke von Walen zu sammeln. Dabei wurden Arten wie Buckelwale, Pottwale und Rorquals beobachtet, und in den Proben konnte ein potenziell tödliches Virus, das Morbillivirus, nachgewiesen werden.
Diese Methode ergänzt traditionelle Techniken, die oft auf Biopsien von gestrandeten Kadavern basieren, auf eine nicht-invasive Weise. So lassen sich Krankheitserreger in lebenden Walen überwachen, ohne Stress oder Verletzungen zu verursachen. Die Studie hebt die Bedeutung nicht-invasiver Methoden für den Schutz dieser Meerestiere hervor.
Diese jüngsten Entdeckungen werfen nicht nur ein neues Licht auf die Vergangenheit, sie zeigen auch praktische, innovative Ansätze für die Forschung heute. Die Steinmauer vor der Île de Sein spricht für komplexe frühe Gesellschaften, die neuen Erkenntnisse zu Dinosaurierfarben machen das Bild dieser Tiere lebendiger und bunter, und die Drohnentechnologie erlaubt eine schonende Überwachung von Walen, was ihren Schutz fördern kann. Diese Entwicklungen laden dazu ein, die Welt mit neuen Augen zu betrachten und die Geheimnisse von Vergangenheit und Gegenwart weiter zu erforschen.